Blockprojekt II „GIS Umwelt Planung“

Baulandumlegung und Nutzungsplanung «Brühl», Reinach BL

Vertiefungsblock 19. – 23. Dez 2016 & 9. – 13. Jan 2017

Aufgabenstellung:
Im Rahmen des Blockprojektes II haben sich drei Gruppen von Studierenden mit der Durchführung eines umfassenden Projektes in den Bereichen Planung, Umwelt und Landumlegung beschäftigt. Dabei ist eine Baulandumlegung in der Gemeinde Reinach BL, zur Erreichung einer Neuordnung des Grundeigentums durchgeführt worden. Es wurden die Erwartungen der Eigentümer und der Gemeinde sowie die Erfordernisse einer modernen Planung berücksichtigt. Vorgängig wurde ein Bebauungskonzept für ein grosses, weitgehend unbebautes Gebiet erarbeitet. Speziell ist dabei auf die Teile, der Nutzungsplanung, des Entwässerungskonzepts und der Baulandumlegung eingegangen worden.

1. Studium Testplanungen und Vergleich der 3 Varianten

Die 3 Testplanungen wurden verglichen. Sie sind aus professionellen Händen entstanden und bieten somit eine optimale Ausgangslage für die eigene Planung.

Die 3 Testplanungen wurden verglichen. Sie sind aus professionellen Händen entstanden und bieten somit eine optimale Ausgangslage für die eigene Planung.

2. Eigene Ideen einbringen
Als Vorlage wurde eine Testplanung genutzt. Diese wurde (zumindest aus eigener Sicht) optimiert und ergänzt mit eigenen Ideen. Beispiele:
- Damm mit Lärmschutzmauer und Radweg
- Einfamilienhausgebiete
- Gewerberäume
- Quartierplatz
- Singlehäuser
- Hochhäuser

3. Veränderungen an Nutzung
Alle drei Testplanungen geben einen Überblick über sinnvolle Nutzungsformen und Ausmasse. So wurden bei der Umsetzung verschiedene Zonen festgelegt. Es entstanden bei allen drei Gruppen ähnliche Nutzungsformen. Eines der Ziele dieser Planung war, neuen Wohnraum für 1500 Personen zu schaffen. Eine Grossfläche des Perimeters soll besser genutzt werden, als dies mit den bestehenden Richtlinien für die Zonen möglich ist. Deshalb wurden oft Zonen mit Quartierplanpflicht ausgeschieden.

4. Erschliessungskonzept
Eine Skizze als Entscheidungshilfe ist rechts ersichtlich.

5. Entwässerungskonzept
Für die Erarbeitung des Entwässerungskonzeptes waren verschiedene Vorgaben zu beachten. Das gesamte Gebiet Brühl soll im Trennsystem entwässert werden. Die bestehenden Schmutz- und Sauberwasserkanäle im bebauten Gebiet östlich vom Brühl sind ausreichend dimensioniert. Zukünftig anfallendes Schmutz- und Sauberwasser kann darüber aufgenommen werden. Das minimale Gefälle bei einer Sauberwasserleitung beträgt 1% und bei einer Schmutzwasserleitung 2%.
Der Dorfbach und Leibach ist auszudolen und in einen natürlichen Lauf überzuführen.

6. Sinnvolle Etappierung
Der Grundgedanke unserer Etappierung war es, in einer ersten Etappe die bisherigen Bewohner und Nutzer einzelner Gebäude im Gebiet umzuquartieren. Sobald diese am neuen Standort eingezogen sind, können dann die Strassen erstellt und die anschliessend das gesamte Gebiet überbaut werden. Auch die Überbauung selbst wurde von allen Gruppen in mehrere Etappen unterteilt. Der Bauverkehr sollte die bereits wohnhaften Menschen möglichst wenig beeinträchtigen. Zudem sollten nicht zu Beginn mitten in der Wiese die ersten Gebäude entstehen.

7. Landumlegung
Für die Festlegung der Grenzen wurden vorgängig die Erschliessung sowie die Projektierung der Gebäude und anderen Anlagen durchgeführt. Die Parzellierung wurde im Anschluss an diesen Schritt festgelegt. Dies ermöglicht eine Festlegung der Grenzen und Parzellenformen, welche optimal an die neuen Anlagen angepasst ist. Alle Flächen wie Zufahrtsstrassen, Spielplatz, Bachfläche, Wege und Ähnliches wurden separat ausgeschieden und als öffentliche Grundstücke klassiert.
Bei der Zuweisung der neu gebildeten Grundstücke wurde darauf geachtet, dass die neuen Grundstücke flächenmässig möglichst gleich gross sind, wie die alten Grundstücke, welche vor der Umlegung im Besitz des jeweiligen Eigentümers waren. Hat ein Eigentümer mehr Fläche erhalten als vorher, so muss dieser den Mehrwert denjenigen bezahlen, welche weniger Fläche erhalten haben.

Neue Nutzungsplanung:Hier sehen Sie ein Beispiel der schlussendlich entstandenen Planung mit erstem Entwurf von Gebäuden.

Gruppe 1: Dario Derungs, Pascal Greutmann, Markus Tischhauser
Gruppe 2: Claude Haldi, Marc Vögele
Gruppe 3: Carmen Bucher, Raphaela Schilliger
Blockprojekt II: GIS Umwelt und Planung
Klasse: G2014 FHNW
Datum: 13.01.2017